Darmspiegelung (Koloskopie)

Untersuchung des Dickdarmes und des unteren Dünndarmes

Voraussetzung: Eine sehr gute Darmreinigung. Hierüber und zur Untersuchung selbst werden Sie im Rahmen eines Vorgesprächs von uns beraten und erhalten ausführliche Informationen.

Die Untersuchung wird in der Regel durch eine „Schlafspritze“ (Sedierung) eingeleitet. Dann erfolgt eine Austastung von After und Enddarm durch den Untersucher. Eine Spiegelung der Hämorrhoidalregion mit einem kleinen Spezialinstrument (Proktoskop) schließt sich an. Danach erfolgt die eigentliche Untersuchung von Enddarm und allen Dickdarmabschnitten einschließlich dem, in den Dickdarm einmündenden letzten Dünndarmabschnitt. Hierzu wird über den After ein ca. 12 mm starkes flexibles Instrument (Endoskop) vorsichtig vorgeschoben. Dieses ist mit einer Art Minivideokamera ausgestattet, die hochauflösende Bilder liefert, welche auf einem Monitor dargestellt werden.
Bei Bedarf werden Gewebeproben entnommen oder – wenn vorhanden – Polypen (pilzförmige Geschwülste auf der Darmschleimhaut) abgetragen (Polypektomie).
Die Untersuchungsdauer (sofern keine Polypen oder sonstige gravierende Erkrankungen vorliegen) beträgt um 15-20 Minuten. Eine Koloskopie birgt statistisch ein sehr geringes, im Promillbereich liegendes Komplikationsrisiko, vor allem bei der Abtragung größerer Polypen.
Die Untersuchung bieten wir nach Wunsch statt mit Luft-Insufflation mit Kohlendioxid-Insufflation (CO2) an. Hierdurch haben Sie nach der Untersuchung praktisch keine schmerzhaften Blähungen mehr.

PDF-Download: Aufklärung Coloskopie  

Darmkrebsrisiko-Selbsttest.pdf

Qualitätsbericht Vorsorgekoloskopie 2014

Qualitätsbericht Vorsorgekoloskopie 2015

 

Erklärvideo zur Coloskopie von magen-darm-aerzte.de

Polypektomie (Polypenentfernung)

Tumoren des Dickdarms (Darmkrebs) entstehen zu 95 % aus Polypen der Dickdarmschleimhaut, einer Art „wildes Gewebe“, das sich meist auf erblicher, anlagebedingter Basis, seltener aufgrund von vorausgegangenen Darmentzündungen bildet und sich zu einem hohen Prozentsatz zu einem bösartigen Tumor weiterentwickelt. Eine zentrale Aufgabe der Darmspiegelung ist es, solche Gebilde möglichst frühzeitig zu erkennen und dann auch zu entfernen. Eine Tumorentwicklung kann damit mit hoher Zuverlässigkeit verhindert werden.
Technisch werden kleine Polypen mit einer feinen Zange abgetragen. Bei größeren Polypen wird eine Drahtschlinge um den Polypen gelegt, die Schlinge wird zugezogen, mit Strom erhitzt, wodurch die Abtragung erfolgt. Das abgetragene Material wird geborgen und feingeweblich untersucht.
Eine Polypenentfernung verursacht keine Schmerzen. Insbesondere bei der Abtragung von großen Polypen besteht ein geringes, im Promillbereich liegendes Komplikationsrisiko: Es besteht eine Nachblutungsgefahr und die Gefahr, die Darmschleimhaut zu beschädigen und einen Darmdurchbruch hervorzurufen. In diesem Fall muss die Beschädigung manchmal auch operativ behandelt werden.